Präsenzmelder oder Bewegungsmelder

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Präsenzmelder und Bewegungsmelder erfüllen habe eine gemeinsame Funktion: Sie erfassen Bewegung, sowie Licht und lösen in Folge dessen eine Schaltung  aus.  Alle Funktionen, über die ein Bewegungsmelder verfügt, deckt ein Präsenzmelder ebenfalls ab. Worin unterscheiden sich die Gerätekonzepte dann? Helligkeitsmessung ist in diesem Zusammenhang ein wichtiger Aspekt:

Wann reagiert ein Bewegungsmelder?

Ein Bewegungsmelder schaltet dann, wenn er in einem definierten Erfassungsbereich Bewegung registriert. Je nach Lichtstärke und maximalen Schwellenwert, wird dann das Licht geschaltet, oder nicht. Die Bewegung wird weiterhin gemessen, die Lichtmessung schaltet sich aus. Wenn der Melder keine weitere Bewegung registriert, schaltet sich das Licht nach Ablauf der Nachlaufzeit ab. So eignen sich Bewegungsmelder besonders für Bereiche mit wenig Tageslichtanteil und Bewegung (Flur, Garage, Außenbereiche).

Wann reagiert ein Präsenzmelder?

Ein Präsenzmelder misst genau wie ein Bewegungsmelder, die ganz Zeit über Bewegung. Allerdings schaltet sich die Lichtmessung parallel zur Bewegungsmessung nicht ab. Zusätzlich kann ein Präsenzmelder zwischen natürlichem Tageslicht und künstlichem Licht unterscheiden. Das hat zum Vorteil, dass ein Präsenzmelder während der Bewegungserfassung das Licht ausschalten kann, wenn das Tageslicht einen definierten Wert erreicht hat. Das Kunstlicht beeinflusst die Schaltung nicht. So kann eine optimale Beleuchtung aus Kunst- und Tageslicht erreicht werden. fehlt natürliches Licht, wird Künstliches automatisch hinzugeschaltet. Typische Einsatzorte sind Büroräume, Tagungsräume, Industriehallen.

Die Melder im Vergleich:

Merkmal Bewegungsmelder Präsenzmelder
Empfindlichkeit: relativ empfindlich deutlich empfindlichere Sensoren (bis zu 1000 Zonen)
reagiert auf: größere Veränderungen im Wärmebild bereits minimale Veränderungen im Wärmebild (z.B. Person, an Tastatur tippend)
Lichtmessung: Einmalige Messung, wenn aufgrund von Bewegung eine Schalthandlung erfolgt ist. Ist im späteren Verlauf die Tageslichthelligkeit ausreichend groß, bleibt jedoch das Licht trotzdem angeschaltet. Helligkeit wird permanent gemessen, und bei Überschreitung der eingestellten Grenze wird das Licht abgeschaltet, selbst wenn eine Bewegung detektiert wird.
typischer Einsatzort: Überwachung von Fluren, Toiletten, Keller, Umkleideräumen oder Einfahrten im Außenbereich zur Erkennung von deutlichen Bewegungen. Vorwiegend Deckeneinbau im Innenbereich zur Erkennung von Anwesenheit (Büros, Wohnräume), insbesondere in Räumen mit Tageslicht.

Quelle: Heimautomation mit KNX, DALI, 1-Wire und Co., Stefan Heinle, 2. Aktualisierte Auflage, S. 543

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