6 Gründe für ein Smart Home

18.07.2023

Smart Home interessiert nicht nur technikaffine Menschen. Das automatisierte Wohnen erfüllt viele Bedürfnisse und Sehnsüchte. Wir nennen Dir die sechs größten Vorteile.

Eine Person steuert per App Smart Home-Anwendungen.

Vorteil 1: Du sparst Energie

Smarte Geräte vernetzen sich. Diese Fähigkeit schafft die Voraussetzung, nachhaltig Energie einzusparen. Die Bundesregierung unterstützt den Einbau aller digitalen Anwendungen, die der Reduktion von Energie dienen, mit besonderen Förderprogrammen.

In einem entsprechend ausgestatteten Smart Home arbeiten Haustechnik, Haushaltsgeräte und die Unterhaltungselektronik effizient und verbrauchen nur dann Energie, wenn sie wirklich benötigt werden. Sind die Steuerungsgeräte von Heizung und Beschattung, Fenster- und Türsensoren sowie Smart Meter optimal miteinander vernetzt, setzen sie Energiesparpotenziale frei.

Die Grafik zeigt ein Gebäude , um das sich Symbole zu allen smarten und energiesparenden Funktionen gruppieren

Vorteil 2: Du gewinnst Komfort

Mit dem Energiesparen kommt auch der Komfortgewinn, denn Leuchten, Heizkörper und Rollläden müssen nicht mehr einzeln bedient werden. Sie funktionieren automatisch und nach individuellen Wünschen. Dein Zuhause weiß, wann Du Dich am wohlsten fühlst.

Komfort stellt sich dann ein, wenn Sensorik und Aktorik intelligent miteinander verknüpft sind. Sensoren messen Helligkeit, Feuchtigkeit, Temperaturen, Bewegungen oder Schall, aber auch, ob Kontakte geschlossen oder geöffnet sind. Diese Informationen geben sie an die Aktoren weiter, die sie in eine mechanische Bewegung oder einen elektrischen Impuls umsetzen. Dies alles geschieht auf Grundlage Deiner Wünsche und persönlichen Vorlieben.

Als Regisseur deins Smart Homes kannst Du komplexe Lösungsszenarien einrichten. Ein Beispiel ist die Lichtsteuerung: Möchtest Du eine gleichbleibende Helligkeit im Raum erreichen, passt Du die einzelnen Dimmstufen dem Tagesverlauf an. Willst Du noch mehr differenzieren, kannst Du mit der Eingabe weiterer Daten wie Tageszeit und Sonnenstand auch die Lichtfarbe oder deren Farbtemperatur steuern und damit ein „Human Centric Lighting“ umsetzen. So kannst Du Dich am Abend von Licht entspannen lassen oder Dich in Deinem Homeoffice besser konzentrieren.

Die Hersteller erkennen die Sehnsüchte ihrer Kunden und arbeiten stets an Weiterentwicklungen.  Damit wird die Welt der Smart Home Anwendungen, die den Komfort erhöhen, jeden Tag größer. Zusätzliche Komponenten wie Radios, die auf moderner IP-Technologie basieren oder praktische USB-Steckdosen, die Ladegeräte unnötig machen, stehen für zeitgemäßes Wohnen.

Die Grafik zeigt die Vernetzung digitaler Geräte mit der Smart Home-Zentrale.

Vorteil 3: Du erhöhst Deine Sicherheit

Lebensqualität ergibt sich nicht nur durch ein hohes Maß an Komfort, sondern stellt sich auch dann ein, wenn das Urbedürfnis nach Sicherheit gestillt wird. So ist es nicht erstaunlich, dass gleichauf mit dem Wunsch nach Komfort, 74 Prozent der von Bitkom Befragten das Thema Sicherheit nennen, wenn es darum geht, was ihr Smart Home leisten sollte.

Nicht nur ältere Menschen entdecken die Vorzüge des automatisierten Wohnens, wenn die smarte Technologie den Alltag erleichtert und für mehr Sicherheit sorgt. Ein Beispiel sind Bewegungsmelder. Sie sind komfortabel, weil sie automatisch Licht spenden, zugleich erhöhen sie die Sicherheit: Sie leuchten Stolperstellen an Stufen aus und verbessern den Einbruchschutz. Eine smarte Türkommunikation erlaubt es Dir von nahezu jedem Ort im Haus und von unterwegs, mit Besuchern vor der Haustür zu kommunizieren und nur vertrauenswürdigen Menschen den Zutritt zu gewähren. Alarmsysteme, die mit Rauchwarnmeldern und Glasbruchsensoren vernetzt sind, erzeugen zusätzliche Sicherheit.

Und die Daten?

Die Gründe, die Menschen davon abhalten, smarte Produkte anzuwenden, sind Angst um ihre Daten und vor Hackerangriffen. Dass die Technik noch nicht ausgereift sei, glauben indes nur 15 Prozent. Selbst die Furcht vor einem herausfordernden Einbau oder einer komplizierten Bedienung ist im Vergleich zu früheren Jahren deutlich zurückgegangen. Die einfache Steuerung des Zuhauses über eine App auf dem Smartphone und damit von unterwegs wird von fast allen (85 Prozent) besonders geschätzt.

Seriöse Hersteller legen Wert darauf, dass ihre Produkte sichere und verschlüsselte Verbindungen bieten. Zudem garantieren sie, dass die europäische Datenschutzverordnung (EU-DSGVO) gewahrt wird, das heißt, dass der Server in Deutschland steht. Nutzt Du smarte Geräte, die über das Internet funktionieren, solltest Du die gleiche Vorsorge treffen wie bei Deinem Computer oder Deinem Smartphone.

Vorteil 4: Dein Smart Home wächst mit

Während in Neubauten oft kabelgebundene Lösungen wie KNX zum Einsatz kommen, wird in Bestandsgebäuden meistens auf eine drahtlose Kommunikation gesetzt, denn ein Funk-Bussystem, das per elektromagnetischer Funkwellen Protokolle überträgt, kann einfach und damit günstig installiert werden. Vor allem, wenn Du Dein Zuhause nachrüsten möchtest, empfiehlt sich ein Funk-Bussystem, das aus Funksendern, Funkempfängern und einer Steuerzentrale besteht.

Zu den am meisten verwendeten drahtlosen Übertragungsstandards zählen WLAN, Zigbee, Z-Wave, Bluetooth und Thread. Einige Hersteller verwenden zudem spezielle Funkfrequenzen.

Vorteil 5: Du bist vorbereitet auf die Zukunft

Durch Künstliche Intelligenz und sogenannte Context Awareness werden smarte Geräte noch besser in der Lage sein, Bedürfnisse zu „erahnen“. Sie reagieren dann angepasst an den Kontext, weil sie aus dem vergangenen Verhalten der Nutzer und Nutzerinnen lernen. Deutlich wird das beispielsweise in Notfallsituationen zu Hause. Hat das Smart Home erkannt, dass ein gefährliches Ereignis wie ein Sturz geschehen ist, alarmiert es automatisch den Rettungsdienst sowie die Angehörigen. Ein weiteres Beispiel: Die Rollläden fahren nicht immer herunter, wenn die Sonne auf ein Fenster tritt, sondern beispielsweise nur im Sommer oder dann, wenn die Innentemperatur größer als die gewählte Wohlfühltemperatur ist.

Daten, die Dein Smart Home liefert, bilden außerdem die Grundlage dafür, wie Energienetze in Zukunft neu und flexibel organisiert werden.

Das Foto zeigt eine Großstadt in der Nacht, deren Verbindungsstraßen erleuchtet sind.

Beispiel hierfür sind vernetzte Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher und sogar Wärmepumpen vieler Gebäude. Sind sie zu einem virtuellen Kraftwerk zusammengeschaltet, können sie die Schwankungen in der Verfügbarkeit von erneuerbaren Energien ausgleichen.

Vorteil 6: Du steigerst den Wert Deiner Immobilie

Die Bausubstanz Deiner Immobilie ist ein wertvolles Gut. Deshalb sind smarte Geräte, mit denen Du die Bausubstanz schützen kannst, wichtig: Wassersensoren melden auftretende Feuchtigkeit oder Leckagen, Klimasensoren erkennen Lüftungsmängel und warnen vor Schimmelschäden.

Zusammengenommen bietet Dir ein Smart Home neben einem Energiesparpotenzial, dem Komfortgewinn und einem Plus an Sicherheit viele weitere Vorteile, sodass Deine Immobilie insgesamt durch die smarte Technologie eine nachhaltige Wertsteigerung erfährt.